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Kleinschule – quo vadis?

Zur Situation der Kleinschule aus Steirischer Perspektive

Kleinschulen stehen in den letzten Jahren permanent in der Öffentlichkeit zur Debatte. Von Seiten der Bildungspolitik wirft man ihnen vor, sie seien zu kostenintensiv, weil sie „zu viele Lehrer/innen/stunden verbrauchen“, größere Schuleinheiten ermöglichten „einen effizienteren Lehrer/inneneinsatz (Erlitz, 2012).“ Das Land Steiermark erhofft sich nun durch Schulschließungen finanzielle Mittel einsparen zu können, die man an größeren Schulstandorten besser zu investieren glaubt.

Unabhängig davon bricht jedoch auch das traditionelle Bild der Pädagogik mit ihren alters- und leistungshomogenen Gruppen zusehends auf: im Bereich der Volksschule durch jahrgangsüber-greifendes Arbeiten im Schuleingangsbereich oder in sog. Familienklassen, im Bereich der Sekundarstufe I durch die Neue Mittelschule, in der durch die Individualisierung des Lernens „auf die Einzigartigkeit eines jeden Kindes“ (bm:ukk) eingegangen werden soll – ein pädagogisches Anliegen, das seit Jahren schon an vielen Kleinschulen erfolgreich gelebt wird. Dennoch müssen kleine Schulen derzeit ernst¬haft um ihre Existenz bangen. Konkret stellen insbesondere der Rückgang der Schülerzahlen und eine zunehmende ökonomische Ressourcenknappheit ihren Weiterbestand in Frage. Daneben gibt es aber auch Zweifel, ob die Einrichtung Kleinschule im Sinne der Chancengleichheit ihrem kulturellen und sozialen Auftrag in gleicher Weise gerecht werden kann wie die sog. Regelschule.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Is small beautiful?“ an der KPH Graz wurde das Thema Klein-schule aus steirischer Perspektive seit dem Schuljahr 2009/10 begleitend erforscht: So wurden Kleinschullehrer/innen in der Steiermark um ihre Stellungnahme gebeten, auch wurden die Sichtweisen von Bürgermeistern und Eltern zum Thema Kleinschule eingeholt. Zudem konnten die Leistungen von KleinschülerInnen in den Fächern Deutsch und Mathematik in verschiedensten Teilen der Steiermark zusammenfassend erhoben werden.

Die Gesamtergebnisse der Steirischen Studie wurden nun in einem Sammelband zusammengetragen und sollen im Rahmen dieser Kleinschul-Enquete einem interessierten Publikum erstmals vorgestellt und dis¬kutiert werden.

Die Publikation ist an diesem Nachmittag käuflich zu erwerben (voraussichtlichen Unkostenbeitrag: zwischen 5 und 10 Euro).

LV-Nummer: 4001003

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt in der Zeit vom 15.6.-20.9.2013 über PH-Online.

Der Nachmittag findet im Rahmen des Fortbildungsangebots an der KPH Graz statt. Eine Teilnahme kann daher als verpflichtende Fortbildung geltend gemacht und eine Reiserechung erstellt werden.

Bei Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an das Studiensekretariat: igp[at]kphgraz.at

 

Weitere Informationen: 
PLENUM