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Die Studiengestaltung

Um den heutigen Anforderungen zu genügen brauchen angehende LehrerInnen vielfältige fachliche, soziale und personale Kompetenzen, vor allem müssen
Wissen und Haltungen in ein Handlungskönnen zur Bewältigung der unterschiedlichsten Aufgaben und Probleme, die der Lehrberuf mit sich bringt, münden.
Diesem Bemühen versuchen die neuen Curricula der KPH Graz, die sich an internationalen Standards der Lehrerbildung orientieren, in hohem Maße Rechnung zu tragen.

Einmal durch eine deutliche Kompetenzorientierung: Gefragt ist weniger punktuelles Einzelwissen als darauf aufbauende komplexe Fähigkeiten.

Zweitens durch die Modularisierung der Studienangebote: Wir sind überzeugt, dass fachübergreifende und auch zeitlich enger verbundene Studieneinheiten die Chance für eine vertiefte und komplexe Auseinandersetzung mit Themen und Fragestellungen bieten.
Drittens durch ein neues Praxiskonzept, das eine deutlich intensivere Verschränkung von theoretischen Überlegungen und praktischen Erfahrungen vorsieht.

Dabei spielt die Praxisschule der KPH Graz mit ihrem innovativen Konzept, das eine altersheterogene Zusammensetzung der Klassen vorsieht, eine besondere Rolle und
viertens die Forschungsorientierung: Studierende sollen – unter anderem durch Einbeziehung in Forschungsprojekte der Hochschule - zu einer forschenden Grundhaltung geführt werden, die sie neugierig und kritisch machen soll. Das setzt voraus, dass der in den letzten Jahren eingeschlagene Weg verstärkter Forschungstätigkeit fortgesetzt und ausgebaut werden kann.

Ein großes Plus ist die Zusammenführung von Aus- und Fortbildung unter einem Dach: In der KPH Graz fließen die bewährten Bildungsangebote der literarischen Lehrerbildung und der Religionslehrerbildung in der Aus- Fort- und Weiterbildung zusammen und können voneinander profitieren, aneinander wachsen und so insgesamt eine neue Gestalt entwickeln.

Vor einer besonderen Herausforderung steht heute die Religionspädagogik: In einer Zeit, in der die Vertrautheit mit christlicher Glaubenspraxis und Glaubenswissen zunehmend schwindet und oft einer diffusen Religiosität weicht, bedarf es einer neuen Einführung in das Christentum in der jeweiligen konfessionellen Ausprägung, gestützt durch ein theologisches Denken auf der Höhe der Zeit. Erst auf der Basis einer so gestärkten Identität ist ein echter und fruchtbarer Dialog mit anderen Religionen möglich, der angesichts der Weltlage insgesamt und auch nationaler gesellschaftlicher Entwicklungen unverzichtbarer ist denn je.