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07.11.2014 Kategorie: Veranstaltungen

Wo bleibt das Künstlerische in der Bildung?

Der Berufsverband Österreichischer Kunst- und Werkerzieher/innen Landesgruppe Steiermark unter der Leitung von MMag.Heidrun Melbinger Wess, Dr. Franziska Pirstinger und Mag. Andrea Stütz und luden am 6.11. 2014 in Kooperation mit der KPH Graz zum Steirischen Kunstpädagogischen Generationengespräch.


170 Symposiumsteilnehmer/innen aus allen Bildungseinrichtungen von Kindergarten bis Universität waren zum überwiegenden Teil in der lehrveranstaltungsfreien Zeit gekommen, um an der KPH Graz ein starkes Zeichen für die künstlerischen Fächer (BE, WET, WEX) zu geben. Erfreulich an dem Netzwerktreffen war, dass viele Kompetenzpartner aus dem außerschulischen Bereich (Kunsttherapie, Kunstvermittlung, Schulaufsicht, Universität, Kulturamt usw.) der Tagung folgten, um sich ein besseres Bild schulischer Kunst- und Werkerziehung machen zu können.

In der aktuellen Bildungsdebatte, mahnt Prof. Franziska Pirstinger, komme das Künstlerische kaum mehr vor. „Wir werden sukzessive zu einem harmlosen Behübschungsfach zusammengestutzt“, befürchtet sie. Dabei hätte gerade Österreich das Potential in Sachen kulturelle Bildung eine Vorreiterrolle innerhalb Europas zu spielen. Kultur sei das wichtigste Aushängeschild und größte Kapital Österreichs. „Unseren Kunst– und Werkerzieher/innen kommt in der Kulturvermittlung eine absolute Schlüsselrolle zu, dies wollen wir Ihnen wieder bewusst machen.“

Es sei Ziel dieser Veranstaltung das Künstlerische wieder in den Köpfen der Bildungsverantwortlichen zu verankern, sowie den Lehrenden an der Basis Mut zuzusprechen. Pirstinger: „Es würde mich freuen, wenn jede/er erhobenen Hauptes mit dem Bewusstsein „Wichtiges“ für unsere Gesellschaft zu leisten, die Tagung verlässt – auch in dem Wissen: Wir können nur etwas bewegen, wenn wir über Standesdünkel hinweg zusammenhalten!“

Fotos von der Veranstaltung