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03.12.2015 Kategorie: Allgemeines

KPH Graz für Projekte im Behindertenbereich ausgezeichnet

Landesrätin Mag.a Doris Kampus ehrt Kooperationspartner bei der Umsetzung des Aktionsplans der UN-Behindertenrechtskonvention.


Seit 2012 verfügt die Steiermark als erstes und bislang einziges Bundesland über einen eigenen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass behinderte Menschen am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilhaben können – und dieser Aktionsplan ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, erklärt Soziallandesrätin die Intention der darin enthaltenen einzelnen Maßnahmen. „Doch ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Partner wäre die positive Umsetzung des Aktionsplanes gar nicht möglich“, betonte Kampus bei der Verleihung einer Landesauszeichnung an die Projektpartner.

Stellvertretend für alle Unternehmen, die am Aktionsplan mitwirken, wurden dabei drei Einrichtungen, nämlich die Wirtschaftskammer Steiermark, die Pädagogische Hochschule Steiermark sowie die Kirchliche Pädagogische Hochschule der Diözese Graz-Seckau, sozusagen als Geburtshelfer und Partner der ersten Stunde, vor den Vorhang gebeten. Ihnen wurde von Soziallandesrätin Kampus eine Plakette mit der Aufschrift „Ja! Wir setzen die UN-Behindertenrechtskonvention um“ als offizielles Dankeschön seitens des Landes Steiermark überreicht. „Es ist unser aller Ziel, Barrieren abzubauen. Damit meine ich nicht nur sichtbare Barrieren, welche unsere Mitmenschen in ihrer Mobilität einschränken. Nein, es geht mir auch um die unsichtbaren Barrieren, nämlich die in unseren Köpfen und Herzen, die es abzubauen gilt“, hob Kampus in ihrer Ansprache hervor.

Die Projektleiterin des Aktionsplanes, Margarita Edler, gab einen Überblick über die Maßnahmen der drei Institutionen. So führte die Wirtschaftskammer ein Vernetzungstreffen von UnternehmerInnen und Menschen mit Behinderungen durch, beschäftigt sich mit dem Thema „Epilepsie - arbeiten erlaubt“ und veranstaltet ein Seminar über „Beschäftigung von Menschen mit Behinderung“ sowie Workshops über Gehörlosigkeit bzw. Gebärdensprache für Firmen. Die beiden Hochschulen bieten unter anderem inklusive Seminare und Workshops über Epilepsie für LehrerInnen an und thematisieren die Gleichbehandlung von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen in Schulen.

Ewald Verhounig, Kirsten Fichtner-Koele (beide WK), Margarita Edler, Rektorin Elgrid Messner (PH), Soziallandesrätin Doris Kampus, Rektor Siegfried Barones (KPH Graz), (v.l.n.r.) Fotocredit: Land Steiermark

KPH Graz Rektor HR Dr. Siegfried Barones: Ich freue mich über diese Anerkennung und darf in diesem Zusammenhang insbesondere David Wohlhart danken, der sich bei diesem Projekt mit großem Einsatz und profunder Sachkenntnis einbringt.

KPH Graz, David Wohlhart: Die Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beziehen sich auf alle gesellschaftlichen Bereiche. Für die KPH Graz ist natürlich die Bildung zentral. Alle Curricula der neuen PädagogInnenbildung beinhalten Inklusion als Kernelement. Die Aktivitäten im Rahmen des Steirischen Aktionsplanes ermöglichen der KPH Graz darüber hinaus, Bewusstseinsbildung zu betreiben, Beiträge zur Inklusion an Schulen zu leisten und sich selbst zu einer inklusiveren Hochschule weiterzuentwickeln. Ich freue mich, dass das Rektorat hinter diesem Anliegen steht und dass sich viele Kolleginnen und Kollegen dafür engagieren.