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25.11.2016 Kategorie: Allgemeines

SCHOOL@MUL - Technik schmackhaft machen

KPH Graz und Montanuniversität Leoben entwickeln Bildungsprojekte für Schülerinnen und Schüler


Völlig neue Wege der Wissensvermittlung an Kinder ab dem Volksschulalter und Jugendliche geht die Montanuniversität Leoben. In Zusammenarbeit mit der KPH Graz und gemeinsam mit Partnerschulen und Industriebetrieben wurde das Projekt „SchülerInnen-Uni - Montanuniversität macht Schule -SCHOOL@MUL gestartet. Im Zentrum stehen Entwicklung und Umsetzung eines innovativen Bildungsangebots in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik. Mit an Bord sind bei SCHOOL@MUL auch Spitzenvertreter der österreichischen Industrie:  AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft und voestalpine Stahl Donawitz GmbH.

v.l.: Ing. Heinz Moitzi (AT&S), Mag. Paul Felsberger (voestalpine), Univ.-Prof. Dr. Wilfried Eichlseder (Montanuniversität Leoben) und Hofrat Dr. Siegfried Barones (KPH Graz) bei der Präsentation von SCHOOL@MUL am 23. November 2016

 „Die Montanuniversität hat in der Vergangenheit bereits verschiedene Anstrengungen unternommen, Kinder und Jugendliche für die Welt der technischen Wissenschaften zu begeistern. Die Erfahrungen damit fließen in das neue Projekt ein“, betont Univ.-Prof. Dr. Wilfried Eichlseder, Rektor der Montanuniversität Leoben. 

KPH Graz Rektor, Hofrat Dr. Siegfried Barones: „Aktuelle Studien zeigen, dass Kinder in der Volksschule sehr begeisterungsfähig für technische, naturwissenschaftliche Inhalte sind, dieses Interesse aber vor allem mit dem Übergang in die weiterführenden Schularten deutlich abnimmt. Dieses Projekt bietet die Chance, Lehrerinnen und Lehrer dabei zu unterstützen, einen spannenden, anschaulichen Unterricht zu gestalten, der die Kinder und Jugendlichen anspricht und die Motivation aufrechterhält.“

Um Kinder und Jugendliche unabhängig ihrer sozialen und geografischen Herkunft und ihres Geschlechts zu erreichen, ist SCHOOL@MUL – im Gegensatz zu anderen „Kinderuni“-Konzepten – nicht als Freizeitaktivität geplant. Die Kinder und Jugendlichen nehmen im geschlossenen Klassenverband am Projekt teil. Ziel ist, sie für eine Karriereentscheidung in technischen Berufen oder angewandter Forschung zu begeistern. Mit diesem Ansatz konnte das Projekt auch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen der 5. Ausschreibung zur Förderschiene „Talente regional“ vorbehaltlos überzeugen. 

Pro Jahr können 30 Klassen, ca. 750 Kinder und Jugendliche, an SCHOOL@MUL teilnehmen. Zehn weitere Schulen können über einen Kooperationszuschuss der FFG mit eigenen Vorhaben am Projekt andocken. „Aktuell schließen wir gerade entsprechende Verträge mit dem Abteigymnasium Seckau und dem Akademischen Gymnasium Graz ab“, erläutert Projektleiterin Mag.a Julia Mayerhofer-Lillie, die sich auf Anträge weiterer Bildungseinrichtungen freut.

Rosina Haider, BEd, MA, Projektverantwortliche für SCHOOL@MUL an der KPH Graz, im Team mit Peter Holl und Klemens Karner: „In den vergangenen Wochen haben wir schon begonnen, altersadäquate didaktische Methoden zur bestmöglichen Vermittlung dieser Wissensgebiete zu erarbeiten. Auch Volksschulen sind in dieser Projektpartnerschaft herzlich willkommen!“  

Beginnend mit dem Sommersemester 2017 werden die Themenschwerpunkte „Kunststofftechnik“ und „Metallurgie“ bzw. „Primär- und Sekundärrohstoffe“ werden jeweils ein Semester lang in den Schulunterricht eingebettet. Kinder und Jugendlichen sollen selbst viele Experimente durchführen und sich als Forscherinnen und Forscher erproben. Spannende Projekttage in den Labors und Werkhallen der Montanuniversität und Besuche bei den eingebundenen Unternehmen sind geplant. 

Details zum Projekt finden Sie HIER.