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15.01.2017 Kategorie: Veranstaltungen

KPH Graz zu Gast in Japan

Internationale Konferenz an der Universität Toyama


Eine Delegation der KPH Graz bestehend aus den Professor/innen Ursula Grasser, Rosina Haider, Luise Hollerer, Maria Petek und Hubert Schaupp, war im Jänner 2017 an der University Toyama, Faculty of Human Development, zu einer internationalen Konferenz eingeladen.

Hintergrund für diesen Austausch ist die Tatsache, dass schon zweimal Delegationen von der University Toyama an der KPH Graz zu Gast waren, das erste Mal im März 2013 und danach im Rahmen von Focus on Europe im Oktober 2014.

Die Beiträge der KPH Graz Delegation, Keynote und Round Table, standen am 24. Jänner 2017 am Programm. Grundsätzlich ging es um Erfahrungsaustausch und Verbesserungen im Rahmen der Lehrer/innenausbildung. Das neue Ausbildungskonzept der KPH Graz war dabei sehr gefragt.

Inhaltliche Schwerpunkte

Die Beiträge seitens der KPH Graz konzentrierten sich auf die Vorstellung der neuen Pädagog/innenbildungskonzepte, der verbindlichen Grundlagen (z.B. Kernelemente) und auf die gesamte pädagogische Grundintention (Kind- anstatt Lehrer/innenzentrierung).

Dazu folgten noch vertiefende Einblicke in das neue Praxiskonzept, in den Schriftsprachenerwerbsprozess, in die Basis der grundschulmathematischen Didaktik sowie in den Bereich des Forschenden Lernens (Science).

In den letzten Jahren wurde die qualitativ hochwertige Lehrer/innenausbildung generell zu einem sehr wichtigen Thema in der universitären Bildung, weil ein hohes Maß an Spezialisierung in den Schulen erforderlich ist. So wurde versucht, die Praxisausbildung stärker zu entwickeln, um damit die Kompetenzen der Lehramtsstudierenden zu vergrößern. Ziel der Konferenz war somit, Qualitätsaspekte der Lehrer/innenausbildung auszutauschen und zu diskutieren. Das sollte auf der Basis des aktuellen wissenschaftlichen Standes geschehen.

Zugleich sollte auch das Konzept der „Lesson-Studies“ Gegenstand des Meinungs- und Erfahrungsaustausches sein. Und dieses Konzept sollte im universitären Lernbereich selbst praktiziert und angewandt werden. Dazu gab es auch Live-Lehrveranstaltungen mit anschließender Diskussion.

Intendiert ist insgesamt die Weiterentwicklung in Richtung eines internationalen Lehrer/innenausbildungssystems. Dazu gehören Aspekte der Globalisierung sowie der Stärkung lokaler Communities zugleich. „Glocalisierung“ wäre die Bezeichnung für dieses Vorhaben und meint: Global denken, lokal handeln. Diese Wortneuschaffung drückt auch eine Herausforderung für die neue Pädagog/innenbildung aus.

Schulbildung in Japan

Die Japanische Schulbildung sieht 3 Jahre Kindergarten, 6 Jahre Volksschule und danach die Sekundarstufe vor. Parallel dazu gibt es in Japan klassische Sonderschulen (Kleingruppen und Teamteaching). Vor allem der verpflichtende Kindergartenbesuch sowie die hochwertige universitäre Ausbildung von Kindergartenpädagog/innen stellt im japanischen Bildungskontinuum eine Besonderheit dar.

Exkursionen an weitere pädagogische Einrichtungen, welche der University Toyama angeschlossen sind, rundeten die Konferenz ab. Diskussionspunkte und kulturelle Vergleiche waren dadurch in großem Ausmaß gegeben.

Bericht: Hubert Schaupp, KPH Graz

Campus Universität Toyama im Frühling, im Jänner 2017 war alles tief verschneit.